Filmdetail

Synopsis
  • Geschichten, die Geschichte greifbar machen

    Der Film schildert die Kriegserlebnisse von zwölf Veteranen. Es ist die Generation der zwischen 1919 und 1927 Geborenen, die die Machtergreifung Hitlers als Kinder erlebten und später ihre Jugend dem Krieg opferten. Nicht nur Kriegserlebnisse spielen eine Rolle, sondern auch die Stimmung in der Stadt von 1933 bis 1939. Der Film verzichtet bewusst auf Archivmaterial und gibt somit den Interviewten Zeit, ihre Geschichten zu erzählen – vom Anfang der Diktatur bis hin zur Rückkehr aus der Gefangenschaft.
    Zwölf Männer, die zum Teil völlig unterschiedliche Wege in jenen Jahren gingen und die doch so viele Erfahrungen und Gefühle teilten.

    Es geht nicht um Fragen von Heldentum und pathetischen Fronterlebnissen, es geht nicht um eine plumpe Einteilung in Gut und Böse, in Schwarz und Weiß, nicht um eine oberflächliche Suche nach Schuld und Verantwortung. Die ehrlichen, ungeschminkten Gespräche eröffnen dem Zuschauer einen unvermittelten, unverbauten Blick auf die Mechanismen und Automatismen jener Zeit; die Begeisterung, mit der die jungen Burschen aus der Hitlerjugend in eine neue Zeit aufbrachen, wie sie sich einnehmen ließen von den Sturm-Reden zu Beginn der Bewegung; doch bald kippt die anfängliche Euphorie und die hässliche Fratze des Krieges kommt zum Vorschein. Fast jeder verliert einen Freund und erlebt die Schrecken des Krieges am eigenen Leib.

    Es sind Geschichten, die die deutsche Geschichte erlebbar machen. Großväter, die ihre Erlebnisse sehr emotional kundtun und von denen die Jugend auch heute lernen kann.
    Männer, die bis zum heutigen Tag noch unter den Ereignissen von damals zu leiden haben. Die ihre Jugend einem Regime opferten, das ihre kindliche Naivität ausnutzte und für seine Belange in Beschlag nahm. Eine Generation, die teilweise später von Ihren eigenen Kindern zu Mördern abgestempelt wurde, eine Generation, die 60 Jahre brauchte, um das Erlebte zu reflektieren und bis heute die Gräuel noch nicht verarbeitet hat.
Crew
  • Regie: Günter Moritz
  • Drehbuch: Günter Moritz
  • Kamera: Ulli Walter / Heiko Bokern
  • Schnitt: Monika Agler
    • Produktionsfirma: teamWERK. Die Filmproduktion GmbH

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