Filmdetail

Teaser
  • Der Ghettoaufstand und die jüdischen PartisanInnen von Bialystok
Synopsis
  • Im August 1943 erheben sich die jüdischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer der ostpolnischen Stadt Bialystok gegen die endgültige Liquidierung des Ghettos und damit der jüdischen Bevölkerung durch die deutschen Besatzer.

    Nur wenige überleben den Aufstand, unter ihnen sechs junge Frauen, die fortan den Widerstand der Stadt aufrecht erhalten, bis es ihnen gelingt, den Kontakt zu ihren Kampfgefährtinnen und -gefährten in den umliegenden Wäldern wieder aufzunehmen.

    Im Frühling 1944 dringt eine sowjetische Partisanenbrigade bis in die Umgebung von Bialystok vor und vereinigt sich mit den jüdischen Partisanen. Die sechs jungen Frauen, "die Mejdalach" (die Mädchen) genannt, organisieren nun als antifaschistisches Komitee die Verbindung zwischen dem Wald und der Stadt, die Waffen- und Informationsbeschaffung und die Vorbereitung der Anschläge gegen deutsche Einrichtungen in Bialystok.

    Drei dieser ehemaligen Kämpferinnen, Liza Czapnik, Chaika Grossmann und Anja Rud - sie leben inzwischen in Israel -, erzählen von ihrem Kampf gegen die deutsche Vernichtungspolitik.

    Unsere Versuche, diesem Film 1992 einen Sendeplatz zu verschaffen, blieben lange ohne Erfolg. So produzierten wir ihn auf eigene Rechnung, führten ihn in Veranstaltungen vor, verkauften Cassetten. Dann entdeckte ihn WDR-Schulfernsehredakteur Jochen Kaufmann. Da er nur Sendeplätze von 30 Minuten hatte, machten wir, auf seinen Vorschlag, aus dem langen Film auch einen Dreiteiler von drei mal 30 Minuten.

    Georg Seeßlen in KONKRET: "Schön, daß ein solcher Film entstehen kann, ein Film gegen den Mythos zur Zeit, gegen die Phantasie vom Opfertod der Juden, in einer Zeit vor der Zeit, so entfernt aus der Geschichte, daß alles schon gar nicht mehr wahr sein soll, nur eine Metapher noch, ein Stück Nebenreligion. Ein Film, der wieder Geschichte einfordert, der auf der Konkretheit von Trauer und Schuld besteht. Ein Film, der Menschen zu Wort kommen läßt, wenigstens das...

    Schöner wäre, wenn dieser Film die Menschen dieser Republik erreichte, auch jene, die abends um halb neun in der Wohnküche von nationaldummer Fröhlichkeit auf dem Bildschirm sich die stumpfen Gemüter ausfackeln lassen.

    Am schönsten wäre, wenn es auch zu diesem Film das Gespräch geben könnte, zum Beispiel jene Fragen betreffend, wie sich das Filmen zu Menschen und zur Geschichte verhält, was ein Bild aus einem Leben macht, und wie der Autor in seiner Montage wirkt.

    Aber so sind die Zeiten nicht. Stattdessen haben wir ein Fernsehen, in dem es in diesem Jahr statistisch gesehen nur zwölf Tage gibt, an denen keine "Volksmusik" gesendet wird, das sich aber einen Film über jüdischen Widerstand gegen den Faschismus nicht einmal zu Nachtzeiten zumuten will..., einen Film, den man eher zu gut als zu wenig verstehen könnte, und vielleicht ist schon dies der Skandal, vielleicht macht dies schon den Film unsendbar, daß er sich den erzählenden Personen unterordnet, daß er sie liebt, daß er die Macht des Mediums nicht ausstellt, daß er sich Zeit nimmt..."
Crew
  • Regie: - produziert im Auftrag des WDR
  • Drehbuch: Ingrid Strobl
  • Kamera: Manfred Linke
  • Schnitt: Dorothee Plaß
  • Produzent/in: Peter Kleinert
  • Ton: Dorothee Plaß
  • Redaktionsleiter: Jochen Kaufmann
  • Bildtechniker: Stefan Thonett
    • Produktion: KAOS
    • Ausstrahlung: WDR

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